Sonntag, 27. Dezember 2009

Ein König für Deutschland

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Spannend bis lustig aber auch nachdenklich stimmend geschrieben von Andreas Eschbach und unterhaltsam bis fesselnd gelesen von Ulrich Noethen.

Erneut darf ich ein 5 von 5 Sterne Buch pasteurisieren.

Der Romanautor Andreas Eschbach, bekannt durch sein Buch “Eine Billion Dollar”, hat immer wieder interessante und spannende Bücher parat. Mir haben speziell seine Science-Fiction Romane “Die Haarteppichknüpfer” und “Quest” gefallen.

Zum Inhalt des “König für Deutschland”: Herr König gerät durch eine Postsendung aus Amerika in eine Betrugsaffäre, die sein Leben etwas durcheinander bringt. Mit Hilfe neugewonnener Freunde will er die Gefahr des Missbrauches von Wahlcomputern beweisen. Dabei passiert es, dass Herr König vor die Entscheidung gestellt wird zum König von Deutschland gekrönt zu werden.

Eschbach gelingt es eine beinahe glaubwürdige Geschichte zu konstruieren. Noethen verstärkt durch seine Erzählung die Glaubwürdigkeit sogar noch. Die Geschichte entwickelt sich im Laufe der Handlung immer mehr in eine politische Satire. So bin ich dann zum Hörbuch hören auch vergnügt grinsend, mit Kopfhörern bestückt über die Felder spaziert. Meine liebe Ehefrau hat dann auch schon mal gefragt, was ich denn so grinsen würde, als ich wieder zu Hause war.

Das Ende des Buches verliert etwas Wirklichkeit und nimmt fast Formen eines modernen Märchens an. Macht aber nichts, ich konnte mit Vergnügen bis zum letzten Wort durchhalten.

Links
Hörbuch bei audible.de
Buch bei Amazon
Andreas Eschbach's Homepage
Wikipedia über Andreas Eschbach
Wikipedia über Ulrich Noethen

Sonntag, 13. Dezember 2009

Urs Augstburger - Graatzug

Graatzug

Die Geschichte spielt im Wallis und ist eine Mischung aus… mmh, Thriller? Gruselgeschichte? Heimatgeschichte? … ist eigentlich auch egal. Eine tolle Story, die geschickt aufgebaut ist und fast durchgehend spannend bleibt.

Zu Beginn verliert man etwas Zeit, um zwischen dem Wallisserisch-Deutsch-Glossar und der Geschichte hin und her zu blättern. Doch dann beschleunigt die Story und die Wallisserischen Gesprächsfetzen werden weniger. Die Sätze im Wallisserischen Dialekt geben dem Buch eine urtümliche Atmosphäre. Geschickt werden aktuelle und vergangene Zeitlinien vermischt. Vergangene Ereignisse, die keiner kennen kann, da sie nie erzählt worden sein können, werden durch einen geschickten Trick erzählt und dadurch glaubwürdig. Überhaupt ist das ganze Buch trotz seiner teils übernatürlichen Geschehnisse eigentümlich real.

Ausgeprägte Charaktere, wie die Bewohner des Seegutes, lassen viel erahnen über das Wallis und seine Bewohner. Das harte Leben der Bergbauern in Gewohnheiten und Traditionen vor nicht einmal einem Jahrhundert und der Einzug der modernen Welt, mit seinem Strom, fliessend Wasser und Tourismus, stossen nicht überall auf Freunde…und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Ein empfehlenswertes Buch, mit 5 von 5 Sternen pasteurisiert und somit in meiner Top-Liste.

Samstag, 12. Dezember 2009

Netzwerk Musikplayer Noxon iRadio, SoundBridge und Squeezebox Radio im Vergleich

Schon seit einigen Jahren verwende ich Netzwerk-Musikplayer (Internetradios), um meine Musiksammlung von der Netzwerkfestplatte aus überall in der Wohnung verfügbar zu haben. Begonnen habe ich in der Küche mit dem Noxon iRadio. Nunja, das iRadio hat seine Aufgabe einigermassen erfüllt. Im Jahr darauf kam in der Stube die SoundBridge hinzu, mit der ich schon viel zufriedener war. Ein weiteres Jahr danach, also gestern, habe ich das Noxon ins Bad verfrachtet und dafür das Spitzenteil Squeezbox Radio in die Küche gestellt.

Terratec Noxon iRadio: Berücksichtigt man, dass das iRadio Terratec Noxon iRadioeines der ersten auf dem Markt war, so bringe ich noch etwas Toleranz auf. Mit vernünftigen Firmware upgrades, die leider nicht verfügbar waren, hätte man das Gerät noch retten können. Nunja, im Bad zum DRS4 Nachrichtenhören ist es allemal noch ok. Update: Nein, nicht einmal mehr fürs Bad zu akzeptieren.

Pinnacle SoundBridge (wohl nicht mehr verfügbar): Oh, welch eine Entspannung nach dem Noxon. Manchmal musste ich Pinnacle SoundBridge zwar softwaretechnisch recherchieren und tricksen, um z.B. LastFM auf die SoundBridge zu bringen oder zu scrobbeln. Nunja, hat dann immer irgendwie geklappt.

 Logitech Squeezebox Radio: Logitech Squeezebox RadioJaaa, es kann alles was mein Herz begehrt. Die Technik hat sich also doch weiterbewegt. Leider müssen in 99% der Fälle meine Wünsche sonst erst noch erfunden werden… aber hier scheint alles perfekt (naja, fast)! Die squeezebox ist ganz klar meine Empfehlung.

Vergleich und Bewertung:


Terratec
Noxon
iRadio
Pinnacle
SoundBridge
Logitech
Squeezebox
Radio
Bedienung (-) Per Fernbedienung (kurze Reichweite)
(-) Beim Tastendruck (lokale Bedienung) verschiebt sich das Radio
(+) Per Fernbedienung (grosse Reichweite)
(-) nicht intuitive Fernbedienung
(-) Keine lokale Bedienung
(-) Keine Fernbedienung im Lieferumfang
(+) iPod-ähnliche intuitive lokale Bedienung
Titel oder Sender scrollen (-) ewig langsam, hängt zum Teil (-) geht zwar zügig, ist aber wegen zweizeiligem Display mühsam (+) einfach und übersichtlich
Titel suchen (-) geht nicht (-) geht nicht (+) geht einfach
Formate (-) akzeptiert nicht alle Internetsender und Podcasts (-) akzeptiert nicht alle Internetsender und Podcasts
noch nicht getestet
Web-GUI (-) unnötiges Teil, das hätte Terratec sich sparen können (-) schwach
(+) Dank VisualMR einfach anzusteuern
(+) umfassend
Stabilität (-) Abschaltungen mitten im Lied
(-) Teilweise Neustart nötig
(+) Läuft und läuft und läuft (-) Programmtasten werden manchmal gelöscht (+) Läuft stabil (Programmtasten sind an Server gebunden. Bei Wechsel wird andere Konfiguration wirksam)
Playlisten (-) nicht am Gerät erstellbar (o) über VisualMR, sonst nicht (+) direkt am Gerät erstellbar
Lastfm-Radio spielen (-) nein, geht nicht (-) nur mit Zusatztools vom Computer, schwierig und instabil (+) ja
Scrobbeln (-) nein, vergiss es (o) ja, jedoch nur mit Zusatztool vom Computer (sbPopper) (+) ja, auch ohne Computer
Updates (-) selten und dann schwierig zu installieren (+) automatisch im Hintergrund
(o) automatisch, jedoch im Vordergrund
Klang (+) eigener Lautsprecher
(o) guter Klang
(o) kein eigener Lautsprecher
(+) Je nach angeschlossenem Lautsprecher, sehr guter Klang
(+) eigener Lautsprecher
(+) sehr guter Klang
Preis/
Leistung
zu teuer überraschend günstig nunja, was man nicht alles so hergibt für Leistung
Pasteurisierte Note 1 von 5 Sternen 4 von 5 Sternen 5 von 5 Sternen

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Rebecca Gable zur Zeit der normannischen Besetzung Englands

Gable zweite königsreich“Das zweite Königreich”  beschreibt mehr oder weniger den Lebenslauf des Protagonisten Caedmon of Helmsby, einer fiktiven Gestalt, die im Dunstkreis von Wilhelm dem Eroberer lebt.

Das Hörbuch ist eine entspannende, wenig anspruchsvolle Hörlektüre. Etwas für’s Autofahren und so nebenbei. Soweit ich beurteilen kann ist die historische Umgebung gut recherchiert. Einige Passagen, wie z.B. die Schlacht von Hastings oder der Teppich von Bayeux haben meine Neugierde im Wikipedia nachzulesen geweckt.

Ich habe mir das Hörbuch von einem meiner Lieblingssprecher Detlef Bierstedt vorlesen lassen (gibt 0.5 Sterne extra).
Nach einem ca. 15stündigem Hörgenuss kann ich das Hörbuch noch mit 3.5 von 5 Sternen pasteurisieren. Das ganze in Buchform hätte ich nie zu Ende gebracht.

Sonntag, 6. Dezember 2009

Cioma Schönhaus war der Passfälscher

Im Buchladen habe ich erst gezögert, ob dies wohl das richtige Buch für mich ist. Nazideutschland, Judenverfolgung… mmh, klingt sehr politisch. Meine liebe Ehefrau hat gesagt, dass ich das Buch sowieso nicht lesen würde. Also eher ein Trotzkauf, gegen Bevormundung??

Was für eine Geschichte! Fantastisch! Diesem Buch gebe ich 5 von 5 Sternen und werte alle anderen Bücher, die ich gelesen habe um einen Stern ‘runter. Selten habe ich die Geduld und die erforderliche Konzentration gefunden ein Buch in fast einem Rutsch durchzulesen. Hier ist es mir nahezu gelungen. Ein Buch, das ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte.

Was hat mich eigentlich so verzaubert? Der Autor Cioma Schönhaus ist gleichzeitig auch der Held der Geschichte; einer Geschichte, die er tatsächlich so gelebt hat. Herr Schönhaus ist ein grandioser Mensch, den ich so gerne persönlich kennenlernen würde. Heute müsste er 87 Jahre alt sein.DerPassfälscher

Der jugendliche Cioma hat einen beeindruckenden Willen sein Leben trotz aller Widrigkeiten selbst zu bestimmen, der mir soviel Mut macht. Für ihn gibt eigentlich immer ein Licht am Ende des Tunnels. Optimistisch, offenherzig, unverzagt, ja manchmal zu leichtsinnig gerät er immer wieder in Gefahr und selbst dabei hilft er selbstlos noch wildfremden Menschen. Am Ende gelingt ihm die Flucht vor dem Naziregime in die Schweiz.

Das Buch beschreibt ein breites Spektrum von Höhen und Tiefen, ohne jedoch anzuklagen, zu verurteilen, zu jammern und zu werten – das tut der Leser dabei automatisch selbst. Cioma besitzt eine Grossherzigkeit, eine Menschlichkeit, die wohl bei wenigen Menschen anzutreffen ist. Dem jugendlichen Cioma muss vieles wie ein böser Traum vorgekommen sein – ob ihm damals wirklich alles bewusst war? Cioma Schönhaus scheint heute mit sich und seiner Welt ins Reine gekommen zu sein – für das, was er miterleben musste ein wahres Wunder.

Dieses Buch sollte Pflichtlektüre an unseren Schulen werden… und glaubt mir, es ist für jeden etwas dabei: Agentenkrimi, Thriller, Ludwig-Thoma-Streiche, dunkle deutsche Geschichte… und viel, viel sympathische Menschlichkeit.

Eine Anekdote aus dem Buch ist mir komischerweise besonders in Erinnerung geblieben: Ein Gestapomann mit “weichem Herz” trifft täglich auf der Strasse einen traurig blickenden Juden und will ihm gerne eine Freude machen. So verhaftet er ihn grundlos und sperrt ihn 8 Tage ein. Als er ihn am neunten Tag freilässt, ist der Jude total froh…und derart hat der Gestapomann dem Juden eine Freude machen wollen.

Nachtrag: Im Schweizer Rundfunk gab es 2005 ein Interview mit Cioma Schönhaus.

Samstag, 28. November 2009

Das Gesetz der Ehre - Gianrico Carofiglio

Das erste Hörbuch “Reise in die Nacht” hat mir schon super gut gefallen. “Das Gesetz der Ehre”, spannend gelesen von Erich Räuker, ist ein weiteres Hörbuch, dem ich mit Vergnügen 5 von 5 Sternen gebe.

Diesmal verteidigt Avvocato Guerrieri einen des Drogenschmuggels verdächtigten Klienten, den er leider noch aus seiner Jugend als faschistischen Schläger kennt.carofiglio-Das-Gesetz-der-Ehre

Gianrico Carofiglio erzählt über die Recherchen, welche für den Klienten wenig hilfreich ausfallen, die Gespräche mit seinen Informanten, dem Klienten und die Gerichtsverhandlungen. Dabei bleibt der Protagonist Guido Guerrieri immer sehr sympathisch und entspricht kaum den gängigen Vorurteilen (z.B. Gleichgültigkeit, Geldgier, Überheblichkeit), die man gegenüber Anwälten sonst hat. Guido hat seine Schwächen und denen ist er sich sehr wohl bewusst. Seine Gedanken sind ehrlich…und das macht ihn so liebenswert. Ist er ein Held? Ja!

Der Gerichtsfall ist nicht unbedingt das wichtige Element in diesem Buch, sondern vielmehr die persönliche Entwicklung des Avvocato. Dieser verspürt für seinen Klienten anfangs nur Abneigung – dafür um so mehr Zuneigung zu dessen hübschen Ehefrau. Er übernimmt den Fall dennoch oder vielleicht deshalb? Je mehr er sich in den Fall hineinarbeitet, desto näher kommt er dem Angeklagten und kann dessen Unschuld auch bald nicht mehr ausschliessen.

Das Plädoyer des Staatsanwaltes lässt kaum noch Hoffnung übrig, die Richter zum Freispruch zu bewegen. Guide muss am Ende wieder improvisieren.

Ich freue mich schon den dritten Roman “In freiem Fall” aus dieser Justizkrimiserie zu pasteurisieren.

Sonntag, 22. November 2009

Von den Schimpansen vom Baum gejagt

So oder so ähnlich muss es den ersten menschlichen Vorfahren gemäss Reichholf ergangen sein. Am Boden angelangt musste der Mensch das aufrechte Gehen lernen, um über die Halmspitzen der Graslandschaft nach Beute oder Feinden Ausschau halten zu können. Ein Rausschmiss aus dem Wald, der der Entwicklung der Menschen durchaus förderlich war – verglichen mit der unserer evolutionären Vettern, den Rausschmeissern.WarumDieMenschenSesshaftWurden

Aber das ist erst der Anfang der diskussionswürdigen Hypothesen des Autors. Reichholf geht davon aus, dass kulturelle Entwicklungen, wie z.B. die Domestizierung des Wolfes oder erste Versuche im Ackerbau, aus einer Situation des Überflusses und nicht aus der Not heraus entstanden sind.

Faszinierend sind seine Überlegungen zur Rolle des Bieres in der steinzeitlichen Weiterentwicklung der Gesellschaft. Man merkt, dass der Honorarprofessor der TU München ein gebürtiger Bayer ist.

Unterhaltsam und kompetent erzählt der Autor und Evolutionsbiologe Josef H. Reichholf uns einige der möglichen Szenarien zu den Anfängen unserer Kulturen.

In meine Leseliste habe ich, angeregt von Reichholfs Skizzen, die folgenden Bücher aufgenommen:
Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausend” (Josef H. Reichholf) und “Kollaps” (Jared Diamond)

Das Buch “Warum die Menschen sesshaft wurden” pasteurisiere ich mit 4.5 von 5 Sternen.

Samstag, 21. November 2009

Los Paperboys - Molinos

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Durch Zufall und über CD-Baby bin ich auf eine interessante kanadische Band gestossen, die mit einer “irischen” evtl. auch “bluegrass” Instrumentalisierung einen beachtenswerten Misch-Folk erzeugt. Irish/Spanish, Russian/Bluegrass …ach was weiss ich.

Fetzig anzuhören. Ein echtes Vergnügen. Ich liebe diese Mischungen.

Zum Selbstpasteurisieren hier ein Link zum ‘reinlauschen: http://www.cdbaby.com/cd/paperboys4

Montag, 16. November 2009

Senatus Populus Que Romanus - I

geschrieben von John Maddox Roberts und gelesen von Erich Räuker.

Der Krimi im alten Rom spielt in einem ähnlich gut recherchierten Umfeld, wie Alberto Angela’s “Ein Tag im alten Rom”. imageWahrscheinlich verwenden beide Autoren dieselben Quellen und beschreiben das alte Rom entweder beide gleich richtig oder falsch. Schön, dass es wenigstens keine offensichtlichen Widersprüche gibt.

Auffällig ist, dass sich die gesellschaftlichen Strukturen bis heute nur unwesentlich geändert haben. Mafiaähnliche Strukturen, machthungrige Politiker, hübsche Frauen, Meuchelmörder, verstopfte Strassen, bestechliche Mitbürger, fette Eunuchen…naja, die ganze Palette halt.

Da ich das Hörbuch fast ausschliesslich beim Überlandfahren gehört habe, sind mir hier und da einige Feinheiten entgangen. So konnte ich teilweise den Schlussfolgerungen des Protagonisten Decius Caecilius Metellus nicht ganz folgen. Mmmh, bevor ich hier aber kritisiere, müsste ich ‘mal stark nachdenken, ob’s nicht am Hörumfeld gelegen hat. Es ergibt sich aus dieser Überlegung ein Fazit: Man muss sich für dieses Buch wohl schon etwas konzentrieren – und ich finde, dies ist bei der heutigen Thriller-Kultur eine sehr positive Kritik.

Was bleibt ist eine mittelmässig spannende Kriminalgeschichte in einem interessanten historischen Umfeld. Nicht ganz unerwartete Wendungen, die der Leser früher als der Protagonist erkennt, führen so freundlichen “aha, hab ich’s doch gewusst”-Erlebnissen. Trotzdem ist das Buch schön zu hören… speziell das Ende hat mir sehr gut gefallen. Ich hatte mich nämlich schon gefragt, wie John Maddox seinen Helden da wohl wieder ‘rausboxt.

Meine persönliche Bewertung mit 4 von 5 Sternen finde ich daher korrekt pasteurisiert.

SPQR I ist übrigens der erste Band einer dreizehnteiligen Krimi-Serie, die ich selbst nicht weiterverfolgen werde.

Freitag, 13. November 2009

Wolfgang Hohlbein – Das Paulus-Evangelium

image Vorgelesen von Sascha Rotermund.

28 Stunden und 11 Minuten Autofahrt gewürzt mit einem Hohlbein-Thriller. Passend zur derzeitigen Genre-Thematik ‘mal wieder etwas aus dem Vatikankreis – ratet doch ‘mal, wer die Bösen sind. Natürlich ein Kardinal, sein fanatischer Killer und ein Ex-CIA-Agent. Neu ist: einer der Guten ist ein deutscher Polizist :-) …obwohl…über “gut” könnte man sich auch noch streiten. Tatsächlich gibt’s in dem Buch fast gar keine “Guten”.

So, mir reichen die Mystik-Thriller jetzt! Das war jetzt wirklich der letzte, den ich mir noch angetan habe.

Die Idee, die den Thriller startet ist nicht schlecht. Zwei Hacker klauen Videofilme über das Stromnetz des sonst vom Internet abgekoppelten geheimen Computers in Castel Gandolfo. In der Videosequenz wird eine Simulation gezeigt, die aus dem verschollenen Paulus-Evangelium erstellt wurde – und die für die Kirche eine recht unangenehme Geschichte beinhaltet. Der Rest, also mehr als 90% der Story, ist eine blutige, gewalttätige Verfolgungsjagd. Ja, wer sonst nichts erlebt im Leben, findet das mit Sicherheit toll.

Nun ja, ich geb’s zu, die Geschichte war recht kurzweilig anzuhören und eine gewisse Spannung war schon da. Als Hörbuch alles akzeptabel. Das ganze als Buch zum Lesen, hätte ich schon längst beiseite gelegt.

Pasteurisiert ergibt das immerhin noch 4 von 5 Sternen. Damit stufe ich dies Hörbuch besser ein, als Dan Brown’s verlorenes Symbol.

Sonntag, 8. November 2009

Dan Brown findet das verlorene Symbol

Wer will eigentlich solche Bücher lesen, in denen Psychopathen Menschen quälen oder abschlachten – egal, ob mit mystischem Hintergrund oder aus Geldgier? Wie kommt es, dass Dan Brown schon so lange auf den Bestsellerlisten steht?

Die ersten vier Fünftel des Buches sind eine rasante Folge von Action, Action und nochmals Action. Ein sehr kurzweiliges Buch, muss ich gestehen – obwohl, zum Teil wirklich ekelhaft. Zu Beginn des letzten Fünftels löst sich dann endlich der Knoten und alle Erzählfäden kommen auf einen gemeinsamen Nenner. Interessant, wie sich die Geschichte auflöst. Das mystische Kauderwelsch und das Wiederholen von weit verbreiteten Klischees symboljedoch ist echt ‘ne Qual.

Das letzte Fünftel hätte Dan sich gerade sparen können. Ich konnte gar nicht glauben, was für ein Geschwafel er ‘runterschreibt, nur um das Buch noch etwas dicker zu machen. Vielleicht wird er ja, wie ein Consultant, nach Seitenzahl bezahlt?

Wie pasteurisiert man diesen Thriller jetzt mit Sternen? Für die ersten 80% Text würde ich noch 3.5 Sterne geben, die letzten 20% kriegen höchstens 2 Sterne.
Daraus ergibt sich ein Gesamtbild von abgerundet 3 von 5 Sternen… und das ist vielleicht noch zu viel für die verschwendete Zeit.

Sonntag, 1. November 2009

Andreas Wilhelm schreibt Projekt: Babylon…

…und Gerd Köster liest es mir Projekt Babylonvor.

Der erste Gedanke nach ca. 20 minütigem Zuhören ist, den Ipod auf “schnelles” Lesen umzuschalten… jedoch entwickelt das Hörbuch im Laufe der Geschichte eine Dynamik, die das dann erübrigt.

Mit Dan Browns Kassenschlager “Sakrileg” oder seinen Folgegeschichten hat sich ein Genre etabliert, in dem Geheimgesellschaften und Hys- äh… Esoteriker altem, geheimen Wissen nachjagen. Wenn man einen dieser Thriller gelesen hat, dann kennt man eigentlich schon alle. Nun ja, zum Zeitvertreib ist diese Sparte der Literatur nicht die schlechteste.

Worum geht’s bei Andreas WilhelmsProjekt: Babylon”?
Ein Schäfer (Nebenperson) folgt einem verirrtem Schaf in eine Höhle, die ein mystisches Geheimnis birgt. Im Namen der UN werden zwei Wissenschaftler (Historiker Peter Lavell und Archäologe Patrick Nevreux) damit beauftragt “koste es, was wolle” das Geheimnis der Höhle zu lüften. Sie erhalten Hilfe von unbekannten Mächten und werden von anderen Interessenten bedroht und verfolgt. Stück für Stück wird das Geheimnis der Höhle aufgedeckt… bis zum abschliessenden Showdown kommt selten Langeweile auf. Die letzten 30 Minuten konnte ich das Hörbuch einfach nicht abschalten.

Nachdem ich die Story in Ruhe pasteurisiert habe, ist mir Appetit auf mehr gekommen. “Projekt: Babylon” ist der erste Teil der Lavell-Nevreux-Trilogie, die mit den Projekten “Sakkara” und “Atlantis” weitergeht.

Mmmh, welche Note gebe ich dem Hörbuch nun? Ich glaube, eine 4.5 von 5 Sternen wäre berechtigt - Halber Punkt Abzug für die erste halbe Stunde :-)

Samstag, 24. Oktober 2009

Das Weltgeheimnis – Thomas De Padova

Die beiden WeltgeheimnisMathematiker und Astronomen Johannes Kepler (1571-1630) und Galileo Galilei (1564-1642) haben in ihrer Zeit bahnbrechende Entdeckungen gemacht. Thomas De Padova beschreibt in seinem Buch “Weltgeheimnis” den Lebenslauf der beiden Kollegen.

Kepler (Bild unten), der deutsche Theologe, Mathematiker und Astronom, Johannes Keplerhat basierend auf sehr akkuraten Messungen von Tycho Brahe (1546-1601) entdeckt, dass die Planeten nicht entlang von Kreisbahnen (Nikolaus Kopernikus; 1473-1543) sondern entlang elliptischer Bahnen laufen. Ferner hat er das kopernikanische, heliozentrische Weltbild (Sonne im Mittelpunkt, alle Planeten kreisen um die Sonne) bestätigt. Tycho Brahe hatte noch einen Weltsystem-Kompromiss vertreten (siehe oberes Bild der Buchtitelseite), bei der die Erde im Zentrum steht (geozentrisches Weltbild), die Sonne um die Erde kreist und die Planeten jedoch um die Sonne.

Galilei (Bild rechts), Galilieo Galileider italienische Mathematiker, Physiker und Astronom, hat unter anderem das Teleskop derartig verbessert, dass er als erster die Jupitermonde erkennen konnte. Beobachtungen der Venusphasen (analog zum Mond: “aufgehende Venus”, “Halbvenus”,
“Neuvenus?”) erlaubten es ihm Rückschlüsse auf das heliozentrische Weltmodell zu ziehen.

Alle diese pasteurisierten Fakten kann man beliebig unter Wikipedia oder anderen Quellen nachlesen. Hört sich bisher ziemlich öde an, oder? De Padovas Weltgeheimnis ist jedoch so spannend erzählt, dass ich es kaum aus der Hand legen wollte und gebe diesem Buch 5 von 5 Sternen.

Ja, was macht denn das Weltgeheimnis so spannend?
De Padova springt zwischen den Lebenswegen der beiden Astronomen hin und her, skizziert nicht nur ihre Forschungen und das gesellschaftliche, politische und wissenschaftliche Umfeld der beiden, sondern charakterisiert herrlich die beiden so unterschiedlichen Wissenschaftler. So scheint Kepler ein von Schicksalsschlägen geplagter, zwangsvagabundierender, emotionaler, pedantischer, selbstkritischer, toleranter Mensch gewesen zu sein. Galilei hingegen war wohl eher ein Grosskotz, geschäftstüchtig, streitsüchtig, oberflächlich und selbstherrlich. Für den berühmten, Galilei fälschlich zugewiesenem Ausspruch, "Und sie bewegt sich doch!", wäre er bei seiner Verurteilung charakterlich nicht in der Lage gewesen…und dumm war er bestimmt auch nicht.

Warum waren die Entdeckungen erst so spät gemacht? Welche Grundlagen fehlten den Menschen zur Einsicht? Welche Rolle spielte die Kirche tatsächlich? Wie hat die intellektuelle Welt die neuen Ideen aufgefasst? Warum landete Galilei vor der Inquisition (Nicht allein wegen des Weltmodells – der Hauptgrund war ein anderer)?

Erst grundlegende physikalische Beobachtungen, genaueste VermessungenSchleifenbahn des Mars , die Entwicklung neuer mathematischer Grundlagen, sowie viel Fleiss und Akribie waren nötig, um den Weg zu einem Verständnis und der Beschreibung unseres heutigen Weltbildes zu bereiten, das wir als so selbstverständlich betrachten. Zur Demonstration der Probleme ist oben ein Bild, das die Schleifenbahn des Mars zeigt, wie sie von der Erde aus erscheint. Na, nun macht daraus ‘mal ‘ne Ellipse :-)  Kepler hat die Bestätigung seiner Theorien nie erlebt.

De Padova schafft es dem Leser Verständnis für das damalige Dilemma abzuringen… und Bewunderung für die Leistungen Keplers und Galileis.

Tatsächlich dauerte es noch einige Zeit, bis sich das neue Weltbild und die Theorien etabliert haben. Max Planck hat dies einmal treffend formuliert: “Die Wahrheit triumphiert nie, ihre Gegner sterben nur aus.”

Samstag, 17. Oktober 2009

David Benioffs Grossvater in der Stadt der Diebe

Gemeint mit der “Stadt der Diebe” ist St. Petersburg (Piter) während der 900tägigen Belagerung durch die Deutschen während des 2. Weltkrieges (des Grossen Vaterländischen Krieges).

Der jugendliche Plünderer Lew und der Deserteur Kolja entgehen knapp der 1028-stadt-der-diebeTodesstrafe und müssen mit einem Spezialauftrag ihre Lebensmittelkarten zurückverdienen.

Puh, normalerweise lese ich keine Kriegsgeschichten. Das ist nicht gut für meine Nerven. Und tatsächlich gibt es einige Szenen, in denen die Grausamkeit und Brutalität des Krieges an der russischen Front geschildert wird.

Der lebensfrohe, optimistische und charismatische Kolja findet immer einen Ausweg aus den verfahrenen Situation, in die die beiden Helden pausenlos geraten. Der nachdenkliche, unerfahrene, teils linkische Lew wächst bald über sich hinaus.

Die beiden so unterschiedlichen Charaktere entwickeln eine Hassliebe zueinander, die sie letztendlich alle Gefahren durchstehen lässt.

Das Buch erzählt eine schöne und spannende Geschichte von Überlebenswille, Leidensfähigkeit, Hoffnung, Freundschaft und Liebe in einem hässlichen, verzweifelten Umfeld, in dem alle Parteien gnadenlos, verroht und abgestumpft sind.

Das Ende und damit meine ich die letzten ca. 20 Seiten des Buches ist ein Knüller, der nochmal so richtig an der Seele rührt.

Mehr Beschreibungen findet ihr bei Amazon oder in diversen Rezensionen.

Uff, eine schwer zu pasteurisierende Geschichte, der ich aus Überzeugung 5 von 5 Sternen gebe.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Die Schlüssel-Schloss-Analogie

Wenn Männer fremdgehen wird dies in der Regel als weniger schlimm gesehen, als wenn Frauen es tun. Ts, ts, ts…
Dazu eine pasteurisierte Analogie: schloss-mit-schluessel

Stell Dir vor, Du hast einen Schlüssel, der viele Schlösser öffnet. Ist doch ein toller Schlüssel, der in viele Löcher passt, oder? Jetzt stellt dir vor Du hast ein Schloss, das von vielen Schlüsseln geöffnet werden kann... blödes Teil, nicht?

Samstag, 19. September 2009

Mein Sommerhörbuch über eine Arktisexpedition

Bei mehr als 30°C im Schatten des Waldes und den Kopfhörern auf den Ohren zittere ich vor Kälte, die mir die Stimme Terrorvon Detlef Bierstedt glaubwürdig  ins Ohr flüstert.

So oder so ähnlich habe ich das fast 29 stündige Hörbuch empfunden. Mein pasteurisiertes Urteil lautet 5 von 5 Sternen für Dan Simmons’ Roman Terror.

Das Buch handelt von der letzten Expedition Sir John Franklin’s auf der Suche nach der Nord-West-Passage mit zwei dampfbetriebenen Segelschiffen, der HMS Erebus und der Terror. Der Kapitän der HMS Terror ist Francis Crozier, der die eigentliche Hauptrolle hat.

Wie kann man bitte 28 Stunden und 45 Minuten über eine Arktisexpedition erzählen, bei der zu allem Übel beide Schiffe auch noch über die gesamte Dauer des Buches an der gleichen Stelle im eintönigen Eis eingefroren sind? … Und wie schafft Simmons es immer wieder dennoch keine einzige Minute der Langeweile aufkommen zu lassen. Ja, er schafft es!

Das Elend der Seefahrer ist schon ohne Grenzen. Erfrierungen, Knochenbrüche, Skorbut, Nahrungsmangel, Langeweile, Hoffnungslosigkeit zehren einen nach dem anderen aus. Alle kämpfen gegen den gefrorenen Wahnsinn, der in Gestalt eines prähistorischen Eisbären den Männern noch zusätzliche Opfer abnimmt.

Nach fast 3 Jahren im Eis versucht die Mannschaft dann Rettung am, wohl 200 Meilen entfernten, Großen Fischfluss zu finden. Die Unfähigkeit Nahrungsmittel zu besorgen dezimiert die Gruppe solange, bis einige ihr Heil nur noch im Kannibalismus sehen. So wird selbst der gehunfähige, amputierte Maat noch als Nahrungsreserve mitgeschleppt.

Simmons beschreibt ein düsteres Bild einer schlecht vorbereiteten Expedition. Der Leser/Hörer erfährt im Detail, welche Auswirkungen Skorbut hat, wie eine Leiche zum Mahl geschlachtet wird oder wie man richtig oder falsch Robben jagt. Dank Detlef Bierstedt, der im Laufe des Buches sogar das Singen anfängt, fühlt man sich mitten ‘drin im Geschehen und leidet oder lacht (eher selten) mit den vielen Charakteren des Buches mit.

Das Ende der Geschichte kann man fast als Happy End betrachten auch wenn alle Maaten tot sind – wie man aus dem Geschichtsbuch ja erfahren kann. Nun, die Idee zum Buch basiert auf einer realen, fehlgeschlagenen Expedition – was Dan Simmons daraus macht ist ein Kunstwerk.

Sonntag, 6. September 2009

Kühe und (pasteurisierte?) Milch

Christdemokrat:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie behalten eine und schenken ihrem armen Nachbarn die andere. Danach bereuen Sie es.

Sozialist:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung nimmt Ihnen eine ab und gibt diese Ihrem Nachbarn. Sie werden gezwungen, eine Genossenschaft zu gründen, um Ihrem Nachbarn bei der Tierhaltung zu helfen.

Sozialdemokrat:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Sie fühlen sich schuldig, weil Sie erfolgreich arbeiten. Sie wählen Leute in die Regierung, die Ihre Kühe besteuern. Das zwingt Sie, eine Kuh zu verkaufen, um die Steuern bezahlen zu können. Die Leute, die Sie gewählt haben, nehmen dieses Geld, kaufen eine Kuh und geben diese Ihrem Nachbarn. Sie fühlen sich rechtschaffen. Udo Lindenberg singt für Sie.

Freidemokrat:
Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Na und?



Kommunist:

Sie besitzen zwei Kühe. Ihr Nachbar besitzt keine. Die Regierung beschlagnahmt beide Kühe und verkauft Ihnen die Milch. Sie stehen stundenlang für die Milch an. Sie ist sauer.

Idealer Kapitalismus:
Sie besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und kaufen einen Bullen, um eine Herde zu züchten. Sie verkaufen die Herde und gehen steinreich in Rente.

Amerikanisches Unternehmen:
Sie Flagge Vereinigte Staaten von Amerika (USA)besitzen zwei Kühe. Sie verkaufen eine und leasen sie zurück.Sie gründen eine Aktiengesellschaft. Sie zwingen die beiden Kühe, das Vierfache an Milch zu geben. Sie wundern sich, als eine tot umfällt.Sie geben eine Presseerklärung heraus, in der Sie erklären, Sie hätten Ihre Kosten um 50% gesenkt. Ihre Aktien steigen.

Französisches Unternehmen:
Sie Flagge Frankreichbesitzen zwei Kühe. Sie streiken, weil Sie drei Kühe haben wollen. Sie gehen Mittagessen. Das Leben ist schön.

Britisches Unternehmen:
Sie Flagge Großbritannienhaben zwei Kühe. Beide davon sind verrückt.


Japanisches Unternehmen:

Sie Flagge Japanbesitzen zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere auf ein Zehntel ihrer ursprünglichen Größe gezüchtet und das Zwanzigfache der Milch geben.

Deutsches Unternehmen:
Sie Flagge Deutschlandbesitzen zwei Kühe. Mittels modernster Gentechnik werden die Tiere "redesigned", so dass sie alle blond sind, eine Menge Bier saufen, Milch von höchster Qualität geben und 160 km/h laufen können. Leider fordern die Kühe 13 Wochen Urlaub im Jahr.

Italienisches Unternehmen:
Sie Flagge Italienbesitzen zwei Kühe, aber Sie wissen nicht, wo sie sind. Während Sie sie suchen, sehen Sie eine schöne Frau. Sie machen Mittagspause. Das Leben ist schön.

Russisches Unternehmen:
Sie Flagge Russlandbesitzen zwei Kühe. Sie zählen jedoch fünf. Sie trinken noch mehr Wodka. Sie zählen erneut und kommen nunmehr auf 42 Kühe. Hocherfreut zählen Sie gleich noch mal und jetzt sind es zwölf Kühe. Enttäuscht lassen Sie das Zählen sein und öffnen die nächste Flasche Wodka. Die Mafia kommt vorbei und nimmt Ihnen - wie viele Kühe es auch immer sein mögen - ab.

Schweizer Unternehmen:
Sie Flagge Schweizverfügen über 5.000 Kühe, von denen Ihnen aber keine einzige gehört. Sie betreuen die Tiere nur für andere. Wenn die Kühe Milch geben, erzählen Sie es niemandem.

EU Bürokratie:
Sie besitzen zwei Kühe. Europäische Union (EU) FlaggeDie EU nimmt ihnen beide ab, tötet eine, melkt die andere, bezahlt Ihnen eine Entschädigung aus dem Verkaufserlös der Milch und schüttet diese dann in die Nordsee.

Sonntag, 30. August 2009

Der Tag, an dem die Sonne verschwand

Der Autor Jürgen Domian, wählt einen sehr surrealen Der Tag an dem die Sonne verschwandBeginn seiner Geschichte, in der sein Protagonist Lorenz in einer Welt ohne Sonne und ohne Menschen als einziger weiterlebt.

Der Leser liest Lorenz’ tägliche Gedanken und Erfahrungen aus seinem Tagebuch. Die Szenen wechseln einander zwischen Gegenwart und Erinnerungen an seine tödlich verunglückte Freundin ab. Lorenz lässt so in 63 Einträgen ungefähr ein Jahr vergehen.

Währenddessen bleibt es  in der Welt kalt und dunkel. Lorenz verliert seine Hoffnung und erliegt fast seinen Depressionen. Doch dann kommen die ersten inneren Einsichten und parallel zu seiner positiven Entwicklung beginnt sich auch die Umwelt wieder zu verändern.

Es wird nebensächlich, warum die Sonne und die Menschheit verschwand. Die Erklärung dafür bleibt daher auch aus.

“Der Tag, an dem die Sonne verschwand” ist eine Geschichte, die zum Nachdenken über das eigene Leben, Beziehungen, Freundschaften und die Liebe anregt. Wer Science-Fiction oder Endzeitthriller sucht, ist bei diesem Buch falsch.

Zum Autor Domian gibt es einen Wiki-Eintrag.

Ich bin noch nicht ganz sicher, ob ich das Buch mit 5 von 5 Sternen nicht überpasteurisiere, möchte es jedoch gerne weiterempfehlen.

Samstag, 29. August 2009

Qype: Mövenpick Restaurants in Pfäffikon SZ

Eine meiner Leibspeisen ist der Tatar. Mmmh, lecker, da läuft mir schon beim Schreiben das Wasser im Munde zusammen. Im Mövenpick Restaurant, im Erdgeschoss des Seedamm Centers (direkt beim Alpamare), gibt es ein ganzes Sortiment von Tatar und eigens eine Speisekarte dafür. Viele Tatar gibt es als kleine Portion, die dann immer noch sättigend ist. Im übrigen habe ich heute gelernt, dass man im Deutschen gemäss Duden "Tatar" und nicht "Tartar" schreibt - also so, wie auf der Speisekarte.
Also, wieder zurück zu meiner kleinen Portion "Tatar Mexicana", den ich in der Variante "medium scharf" (Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste) bestellt habe. Appetitlich serviert und belegt mit Guacamole, saurer Sahne und angebratenem Speck. Dazu eine freundliche, engagierte Bedienung und sogar die Erlaubnis im Restaurant zu rauchen. Fazit: entspannte Atmosphäre, lecker, sauber, schnell, freundlich - da geh' ich immer wieder gerne hin.

P.S.: Vom Seedamm Center bergauf, unter der Autobahn unterdurch, kommt man in ein kleines Waldstück. Über den Kamm hinweg kann man ins malerische Nachbartal schauen. Der Wald lädt zu einem ca. einstündigen Spaziergang ein.

Freitag, 28. August 2009

Baldacci erzählt im Takt des Todes

Zu meiner Schande muss ich gestehen, Im Takt des Todesdass ich nicht begriffen habe, woher der Titel des Buches kommt. Die offizielle Erklärung bei Amazon ist zwar plausibel aber weiiiiit hergeholt. Der Originaltitel “Simply Genius” spielt zumindest auf die hochbegabte Tochter des ermordeten Wissenschaftlers Monk Turing an. Schon interessant, wie Buchtitel manchmal übersetzt werden.

Die beiden Helden Sean King und Michelle Maxwell wollen zuerst nur einen Mordfall in einem Forschungscamp aufklären. Das Camp liegt in direkter Nachbarschaft eines Navi-Camps, in dem der Tote gefunden wurde.

Wer ist Freund und wer ist Feind? Im Laufe der Geschichte  kommt es zu vielen brenzligen Situationen, interessanten Ermittlungsfortschritten und überraschenden Entwicklungen.

Das Hörbuch, beim Autofahren gehört, ist ‘mal wieder ein typischer Baldacci. Spannend bis zur letzten Minute. Dieser pasteurisierende Hörgenuss bekommt von mir 5 von 5 Sternen.

Damit steht Baldacci’s King & Maxwell Serie, genauso wie seine Camel Club Serie, ganz oben auf meiner Warteliste.

Mittwoch, 26. August 2009

Der letzte Tag der Schöpfung von Wolfgang Jeschke

Der letzte Tag der Schöpfung

Schauplatz: das trockene Mittelmeerbecken vor 5 Millionen Jahren.

Den Amis geht das Öl aus und da wollen sie es den Arabern abgraben – allerdings per Zeitreise zurück in die Vergangenheit.

Oh, welch böse Überraschung erleben die Zeitreisenden bei ihrer Ankunft… und wie war das noch mit der versprochenen Rückfahrkarte?

Aber es kommt noch schlimmer… der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

Wolfgang Jeschke hat diesen spannenden Roman Anfang der ‘80er veröffentlicht, in einer Zeit als Gaddafi durch seinen frischen Ölreichtum die Welt ins Taumeln bringen wollte. Die Story hat jedoch nichts an ihrer Aktualität verloren, wie schon Frank Schätzing in seinem Vorwort neben seiner Eigenwerbung erwähnt.

Jeschke schreibt fesselnd, sprachlich ausgefeilt, tiefsinnig und mit Humor (siehe Zitat) – ein echtes Lesevergnügen.

…die CIA sich grundsätzlich für alles interessiert und ihre Schnüffler allgegenwärtig sind. So hat der amerikanische Geheimdienst sozusagen auch ständig die Nase unter dem Hl. Stuhl, um jedes päpstliche Lüftchen zu registrieren, das dem Pentagon ins Gesicht blasen könnte.

Traut euch und pasteurisiert den letzten Tag der Schöpfung ebenfalls.
Ich gebe 5 von 5 Sternen und empfehle das Buch auch Nicht-Fans der Science Fiction weiter.

Freitag, 21. August 2009

Die glatte Rasur

Nachdem ich mir heute früh beim Patronenwechsel fast die Pulsader aufgeschnitten habe (nicht wirklich), ist mir die Idee zum Rasierervergleich gekommen.

Warum gönne ich mir den Luxus zweier verschiedener Rasierer? Ganz einfach, der Semi-Nass-Rasierer steht zuhause und der Nassrasierer liegt in meiner Reisetasche. So spare ich mir das wöchentliche Hinundhergekrame.

Fangen wir ‘mal mit dem Philips “Nivea for men” an. Die Idee ist es dabei einen wasserdichten, akkubetriebenen Rasierer zu haben, der schnell, gründlich und ohne Wunden seine Arbeit tut. Der erste Satz Klingen hat’s dann auch getan. Philips Warum der zweite Satz stumpfer ist, weiss der Geier. Die Rasieremulsion macht das Rasieren einfach und angenehm – allerdings gibt’s die Emulsion nicht überall und ich musste dafür mehrere Läden ansteuern – aber jetzt weiss ich wo’s die gibt. Das Motorengeräusch übertönt nicht das leise dudelnde Radio im Bad. Mehr könnte ich morgens auch nicht vertragen. Mit langen Haaren, z.B. Kotletten oder Nacken, kommt der Philips nicht klar. Der Akku hält mindestens 25 Minuten (ca. 3.5 Minuten x 7 Tage)… mehr habe ich noch nicht ausprobiert, da ich spätestens dann meine heimatliche Dockingstation erreicht habe.

Philips “Nivea for men”
Meine Gesamtnote: gut
Preis-Leistungsverhältnis: ausreichend

Der Gilette Fusion Power sorgt mit seinem batteriebetriebenen Vibrationsantrieb für eine angenehme Rasur. Gilette Fusion PowerDie Batterie hält eine halbe Ewigkeit (bei 2-3 mal pro Woche seit nunmehr 3 Monaten, noch kein Ende in Sicht, also bisher ca. 30 Rasuren). Die schweineteure Klinge hält bisher ebensolange, ohne Einbussen in der Performance. Der Rasierer ist gaaanz leise, wodurch ich das Radio noch leiser drehen kann, um die anderen Hotelgäste nicht zu stören. Kotletten etc. schafft spätestens die zusätzliche Trimmerklinge auf der Oberkante spielend.

Gilette Fusion Power
Meine Gesamtnote: sehr gut
Preis-Leistungsverhältnis: gut (Autsch, die teuren Klingen)

Und nun noch ein paar Worte zur Gründlichkeit (ohne Bild), getestet ca. 10 Stunden nach Rasur beim Naseputzen mit einem Papiertaschentuch.
Philips: Fasern kleben an den Stoppeln
Gilette: Nix (hierfür müsste ich eigentlich Werbetantiemen erhalten)

Die Pasteurisierte Rasur, für alle freundlichen Leser getestet von Pasteurisiert.

Sonntag, 16. August 2009

Qype: Stadtführung durch Baden

Jetzt wohnen wir schon so lange bei Baden und haben uns endlich 'mal die ca. zweistündige Stadtführung durch die Altstadt genehmigt. Stadtturm BadenNun wissen wir auch endlich woher die Begriffe "steinreich" und "Salär" (steht für Gehalt) kommen.
 
Die nette Führerin sprach touristenfreundliches Schriftdeutsch, wofür wir sehr dankbar waren. Sie hat mit  Humor und in verarbeitbaren Häppchen (kein stack overflow) eine interessante Stadtgeschichte skizziert.

Die Führung verlief vom Gambrinus - Hermann HesseBahnhof, vorbei an der reformierten Stadtkirche, mit einem Zwischenstopp vor dem geschichtsträchtigen Gebäude, in dem heute Saaltür - BegradigtMcDonalds die Leute füttert, weiter zum Stadtturm, der Altstadt und zum Stadthaus mit seinem honorigen Tagsatzungsaal.
Mit einem letzten Blick auf das Handwerkerviertel und die Limmatbrücke, haben wir uns dann mit Applaus von unserem Guide verabschiedet.

Ein schöner, pasteurisierter Ausflug.

Montag, 10. August 2009

JR Moehringer besucht pausenlos die Tenderbar

THE TENDER BAR

Alle wissen wir ja, was ein Frauenroman ist, oder? So wurde es denn auch ‘mal Zeit, dass ein Männerroman auf dem Buchmarkt erscheint.

JR schreibt seinen Tenderbar-Roman aus der Ich-Perspektive und beginnt bei seiner Kindheit mit seiner alleinerziehenden Mutter, mit der er in der Baracke seiner Grosseltern lebt.

Immer auf der Suche nach männlichen Vorbildern wächst er in einem sehr ärmlichen Milieu auf. Die Personen, die er kennenlernt sind oft etwas verschroben, aber eigentlich immer herzlich – zumindest schafft JR es diese Nachtschatten, Alkoholiker, Spieler und Loser liebevoll zu charakterisieren.

Langsam wird er älter, entwickelt Träume und Neurosen, landet am Ende täglich in der Bar, lässt sich schleifen, richtet sich wieder auf und macht weiter.

Seinen ersten Sex (in der Wüste) macht er fast zum Desaster… da hätt’ ich das Buch fast ins Regal geschmissen, so hat mich der Typ angenervt. Seine grosse Liebe (nicht die von vorher), eine Studienkollegin in Yale, bekommt Angst vor ihm und heiratet einen anderen. Den Traumjob versaut er auch – zwar alles ganz menschlich, jedoch so naiv, ungeschickt und blöd. Was hab’ ich geschimpft über diesen Loser!

Aber selbst das Verlieren hat seine Logik. Der Weg zum Abgrund ist vorhersehbar – für den Leser – nicht aber für den Protagonisten, der fast zeitgleich mit mir das Licht der Welt erblickt hat - er in der Nähe von New York und ich über’n Teich. So ist dann der weltpolitische Hintergrund, die Kunst & Musik und die Literatur über die an der Theke geredet wird aus meiner Welt.

Ein Männerroman, pasteurisiert von Moehringer, der vom steinigen und bekloppten Weg erzählt, wie Männer das werden, was sie alle werden wollen, nämlich Männer, einfach nur Männer! Dem Klischee des Mannes  haften so viele negative Eigenschaften an und als Halbstarke kopieren wir diese alle auch noch mit Freude. Manche schaffen es dann nie aus dem Rabaukentum heraus, geschweige denn, dass sie sich selbst jemals finden.

Interessant fand ich die folgende Beobachtung:

Onkel Charlie zündete sich wieder eine Marlboro an. Er hätte Humphrey Bogart nicht ähnlicher sehen, nicht ähnlicher klingen können, selbst wenn er gewollt hätte, und plötzlich wurde mir klar – genau das wollte er. Die Ähnlichkeit war kein Zufall. Vermutlich hatte er damit angefangen, als er noch klein war. Vermutlich hatte er Casablanca entdeckt und war, genau wie ich, Bogarts Bann erlegen und hatte angefangen, wie er zu sprechen und sich wie er zu bewegen, bis ihm die Imitation zur zweiten Natur wurde. Meine gelegentliche Imitation von Onkel Charlie war also eine Imitation Bogarts aus zweiter Hand gewesen. Ich begriff, wie kompliziert solche Imitationsketten mitunter werden konnten. Wir alle unterhielten unsere heimlichen Hommagen an Bogart oder Sinatra oder Hemingway, an den Duke oder Yogi Bär oder Ulysses Grant.

Ich frage mich jetzt, ob ich auch nur eine Imitation aus zweiter Hand bin und wenn ja, von wem… und wen imitiert dann mein Sohn – das Imitat einer Imitation?

Der Schluss des Buches endet dann natürlich wieder beim Terroranschlag des 11. September. Der Autor ist halt ein Amerikaner, da darf man solche Sachen einfach nicht unerwähnt lassen.

Welche Note verpasse ich diesem Buch? Ich gebe 4.5 von 5 Sternen, aber nur wegen der o.g. Szene mit seiner ersten F***.

Samstag, 8. August 2009

Lesen, soviel und überall wo ich will, mit meinem Sony Reader PRS-505

Meine grösste Befürchtung vor dem Kauf war die Darstellung von E-Büchern im pdf-Format. Vor dem Kauf des Readers habe ich das halbe Internet nach imageInformationen abgegrast und leider nichts gefunden… nur den Tipp eine pdf-Datei aus dem Acrobat Reader (kostenlos) heraus als Text-Datei zu exportieren (siehe Screenshot). Nachdem ich das erfolgreich getestet habe, stand dem Kauf nichts mehr im Wege.

Mit dem festen Vorsatz, keine Beleuchtung zu kaufen, bin ich in die Buchhandlung und habe erst einmal die armen Verkäuferinnen über die Ergebnisse meiner Recherche zugequatscht. Wahrscheinlich aus Rache dafür, habe ich mich zum Kauf der Beleuchtung überzeugen lassen… aber erst, nachdem die nette Verkäuferin mit mir in eine dunkle Kammer zwecks Testvorführung gegangen ist.

Das folgende Foto zeigt den Sony Reader mit dem Cover mit integriertem Licht. Dabei ist der Lichtaufsatz noch nach links geklappt und liegt nicht auf dem Bildschirm auf.Sony_komplett

Das Gerät ist ungefähr Din-A5 gross und liegt in der Hand, wie ein dünnes Taschenbuch, mit dem Gewicht eines mitteldicken Taschenbuchs (die Angaben sind gefühlt und nicht gewogen).

Die Schrift ist gestochen scharf und flimmert wegen der e-Ink Technik überhaupt nicht. Der Text kann ich ermüdungsfrei, wie ein normales Taschenbuch lesen.

Im nächsten Foto sieht man den Ausschnitt eines pdf-Textes, der auf mittlere Schriftgrösse skaliert ist und somit in etwa der Schriftgrösse von Taschenbüchern entspricht. Ein vorheriges manuelles Konvertieren der Datei in ein txt-Format war nicht nötig. Die Konvertierung hat die Reader Software wohl schon vorgenommen. Somit hat der Reader meine Erwartungen sogar noch übertroffen.Sony_screen

Die Bedienung des Gerätes ist denkbar einfach. Das Umblättern kann bequem über die linken, unteren Tasten oder die rechten, neben der Nummernleiste liegenden Tasten geschehen – je nachdem, in welcher Hand oder Haltung man den Reader hält. Mit der Nummernleiste kann ich einzelne Seiten anwählen. Lesezeichen kann ich mit einem Knopf setzen. Jedoch benötige ich das Setzen von Lesezeichen nicht unbedingt, da der Reader immer anbietet an letzter Stelle weiterzulesen.

Ganz so angenehm lässt sich im Dunkeln nicht lesen. Der beleuchtete Glasaufsatz verzerrt doch etwas die Buchstaben und das Lesen fühlt sich an, wie das Lesen auf einem PDA. Hier habe ich für das Lesen im Dunkeln keine Verbesserung erzielt – nun ja, aber auch keine Verschlechterung…und ich brauche zum Lesen nur noch ein Gerät.Sony_beleuchtet

Die dem Reader beiliegende Software für die Verwaltung der E-Bücher und die Synchronisation mit dem Reader liess sich unter Windows Vista schnell und unproblematisch installieren. Der Reader wurde sofort von Windows erkannt. Für die Übertragung eines DRM-geschützten ePUB-Buches musste ich den Sony Reader erst unter Adobe Digital Editions aktivieren. Alles schnell und fehlerlos.

Dank des DRM-geschützten ePub-Formates gibt es endlich in Deutsch viele Bestseller und Neuerscheinungen in elektronischer Form.

Fazit:

Nach den ersten Stunden Gebrauch habe ich einen grossen Fortschritt im Lesen elektronischer Bücher gemacht – und das obwohl ich vorher schon den Iliad von Irex hatte.

Wie bereits im Iliad-Review, habe ich auch hier eine kleine Bewertungstabelle angefügt.

Plus

Minus

  • Schrift ist gestochen scharf, keine Augenermüdung, wie bei einem Computer- oder PDA-Bildschirm
  • Lesbar auch bei starker Sonneneinstrahlung
  • Lange Batterielaufzeit, reicht bei mir für mehrere Wochen
  • Handliches Format (ca. DinA5)
  • Viel Platz für eine grosse Buchsammlung
  • Durch Zusatzgerät auch im Dunkeln lesbar
  • Kann DRM-geschützte ePub-Bücher anzeigen
  • Ist nach Warmstart sofort verwendbar
  • Im Vergleich zum Iliad bisher noch keine Nachteile gefunden (siehe Blog-Link vom 30.05.09)
  • Es lassen sich keine Fliegen damit totschlagen

Tja, jetzt kann ich noch mehr Bücher pasteurisieren. Überall, wo ich bin, ob im Hellen oder Dunklen.

Freitag, 31. Juli 2009

Mörderische Natur

Markus Bennemann hat mit diesem Buch eine schöne Sammlung von Mordfällen in der Tierwelt zusammengestellt. Einige Beschreibungen sind so spannend erzählt, dass ich beiFadenkreuz jedem Insekt, das sich mir beim Lesen auf die Haut gesetzt hat, zusammengezuckt bin. Zum Weiterlesen bin ich dann lieber in die Wohnung gegangen.

Aber wer glaubt, dass es nur die Insekten sind, die fiese Mordmethoden, hinterhältige Tricks oder High-Tech-Organe entwickelt haben, der liegt falsch. Gegenbeispiele mit Eichhörnchen, Marienkäfern oder Delfinen und Schimpansen bietet dieses Buch zu genüge.

Dies Buch bietet kurzweilige Naturbeobachtungen, die von Bennemann auch sprachlich in eine ansprechende Form gebracht wurden. Nicht nur die Täter werden eingehend beschrieben, sondern auch deren Opfer oder sogar Komplizen. Die einzelnen Kapitel können nacheinander oder, wie Kurzgeschichten, durcheinander gelesen werden. Das Buch empfehle ich gerne weiter und gebe ihm 5 von 5 Sternen.

Ich wünsche euch einen pasteurisierten Lesespass.

Sonntag, 26. Juli 2009

Bar Creperie

Der Strand ist uebervoll. Da gehen wir lieber Crepes essen. Ohne
Spachkenntnisse ist das manchmal abenteuerlich. So haben wir gestern
Kalbskopf gegessen...brrrr.