Sonntag, 28. Februar 2010

Die neue Kaffeemaschine von Tchibo

Seit Jahren schon bin ich ein Nescafé-Trinker. Nicht etwa, weil’s gut schmecken würde, nein sondern aus rein praktischen Erwägungen. Nur einmal heisses Wasser machen und dann den Tee für die Frau und den Kaffe für den Mann aufgiessen.

Nun haben wir uns doch den Luxus einer Tchibo Cafissimo geleistet Cafissimo
(Bild links).

Warum Luxus?
Der Anschaffungspreis der Maschine ist im Vergleich zu sonstigen hiesigen Kaffeeautomaten relativ niedrig. Nur wegen des Kapsel-Preises haben wir noch lange gezögert. So kostet nämlich jede Tasse Kaffe etwa 25 Eurocent (also etwa 200-300 EUR/Jahr). Der Kapselmüll, den wir jetzt produzieren, belastet mein skrupelloses Gewissen nur minimal. Generell scheint das Hauptgeschäft bei diesen Maschinen in den Kapseln zu liegen, sonst würde Tchibo wohl kaum bei einem Jahresabo Kapseln eine kostenlose Cafissimo dazugeben, oder?

Mmmh, und der Kaffe schmeckt viel besser. Mir jedenfalls, da ich es gewohnt bin in ca. 200 ml Wasser etwa 2 gehäufte Teelöffel Nescafé-Pulver zu dosieren. Meiner Frau, die nur etwa einen halben Teelöffeln Pulver nimmt, ist der Cafissimo Kaffe zu stark.

Die Maschine produziert etwa 125 ml Kaffe oder Crema im Auslieferungszustand. Durch Gedrückthalten der Sortentaste (farbige Tasten im Bild unten) kann man jedoch die Kaffeemenge neu einstellen. Bedienknöpfe Ich habe unsere Maschine auf etwa 200 ml Kaffee oder Crema eingestellt. Mir schmeckt der Kaffe trotz der Verdünnung auf etwa 60% immer noch sehr gut.

Die Cafissimo ist einfach in der Bedienung. Es gibt nur wenige Knöpfe (blau für Privat Kaffee, gelb für Caffè Crema und schwarz für Espresso). Die Kaffeekapseln haben die Farbe des zu drückenden Knopfes… alles easy. Der Wasserbehälter fasst etwa 6-7 Tassen à 200 ml und muss nach oben herausgezogen werden. Da wir über der Maschine gleich unsere Küchenschränke haben, ist das etwas unbequem. Wir verwenden enthärtetes Wasser, wodurch wir uns hoffentlich die Entkalkungen sparen können.

Um Milch aufzuschäumen drückt man die Dampftaste,Dampftaste taucht die Düse in das Milchkännchen und dreht den  Dampfregler auf. MilchaufschäumdüseLeider muss man die Maschine nach dem Aufschäumen erst mal herunterkühlen, bevor man den nächsten Kaffe ziehen kann – deshalb machen wir erst Kaffee, dann die Milch.

Die Düse lässt sich einfach abziehen und reinigen. Überhaupt lassen sich alle Teile gut reinigen.

Also, nach nun 10 Tagen Nutzung sind wir mit der Cafissimo noch sehr zufrieden… naja, vielleicht trinken wir zur Zeit etwas mehr Kaffe als sonst und sind deshalb etwas aufgeregter. Das wird sich aber auch wieder legen :-)

Links
Pulverkaffee Nescafé
Die Tchibo Maschine Cafissimo
Kapseln Caffè Crema und Privat Kaffee

Samstag, 27. Februar 2010

Verstoss gegen das Minarett-Verbot!

Ja, ich habe es getan! Ich habe vorsätzlich gegen das Minarett-Verbot verstossen! Dabei bin ich nicht einmal Anhänger des Islam. Die folgenden Bilder zeigen meine Untergrundmoschee mit Minarett.

Ich hoffe der Bau der Papiermoschee war kein Fehler, denn ich setze mich nun der Verfolgung durch SVP und EDU aus. Wenn ich die Papiermoschee in einigen Monaten einstampfen muss, komme ich vielleicht sogar in die islamische Hölle… oh Mannomann, was hab’ ich da nur schon wieder angestellt.

Ende November 2009 haben rund 54% der wahlberechtigten Schweizer den Gang zur Urne getan. Etwa 57% dieser Wähler haben sich für das Minarett-Verbot ausgesprochen und damit den schon seit Jahren beobachteten Rechtstrend in der Schweiz bestätigt. Noch ein wenig Statistik:

Gesamtbevölkerung CH ca. 7,7 Mio (=100%)
Stimmberechtigt      ca. 4,9 Mio (= 64%)
Ausländer (alle)     ca. 1,7 Mio (= 22%)
Ex-Ausländer=Eingebürgerte (meine Schätzung) 
                     ca. 0.7 Mio (=  9%)
(somit liegt der Anteil von ursprünglichen Ausländern bei ca. 31%)
Minarett-Gegner      ca. 1,5 Mio (= 19%)
Gleichgültige, Nicht-Gegner und Nicht-
Wahlberechtigte      ca. 6,2 Mio (= 81%)
Nun, soviel zum Thema Demokratie…

Ja, aber was regt mich an dem Minarett-Verbot eigentlich so auf? Es werden doch schliesslich keine Menschenrechte verletzt, da niemand wegen seines Glaubens verfolgt wird, oder? Nun ja, seit ich selbst ein Ausländer geworden bin, reagiere ich vermutlich empfindlicher auf faschistische Signale. Das Minarett-Verbot ist für mich nur die Spitze des Eisberges. Tatsächlich geht die Fremdenfeindlichkeit in der Schweiz noch viel weiter und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auch die Deutschen ‘mal dran sind.

Bei der Hetze gegen Deutsche (Höhepunkt im Frühjahr 2008) hat die schweizerische Presse eine nicht unerhebliche Stimmungsmache zu verantworten. Wie leicht ein Volk sich manipulieren lässt, kann man schön in dem folgenden Videoclip (Szene aus dem Film Cabaret) erkennen. Diese Szene bereitet mir immer wieder eine Gänsehaut.

Seit die Presse wieder etwas ruhiger geworden ist, kommt es auch weniger zu ausländerfeindlichen Bemerkungen gegenüber Deutschen. Z.B. hatte ich einmal mit einer gepflegten und gut gekleideten Mittfünfzigerin den folgenden Dialog ausgetragen:

Ich (stehe an der Kasse, die Frau drängelt vor): “Haben Sie es eilig?”
Sie (von mir übersetzt aus dem Buuredütsch): “Nein, wie kommen Sie darauf?”
Ich: “Ich wollte gerade zahlen”
Sie: “Gehen Sie doch zurück, wo Sie hergekommen sind”

Mit Humor kann man sowas gut wegstecken :-)

Die Steuersünderdateien-Diskussion hat den Rassismus wieder etwas hochkochen lassen. Diesmal kriegen jedoch nicht nur die Deutschen ihr Fett weg. So haben wir in der coop-Zeitung letztens das folgende Zitat von Klaus J. Stöhlker (PR-Mann) gefunden:

Wer jetzt die Deutschen nicht nimmt, wird morgen mit Afrikanern und Arabern leben müssen.

Da ist sie wieder, die berühmte Hackordnung in der Gesellschaft.

Die Fremdenfeindlichkeit ist tief im Denken verankert und es braucht nur kleine Anlässe, um sie freizusetzen, wie ehedem in Deutschland. Presse, Parteien und diverse Interessengruppen tragen hier eine spezielle Verantwortung für den inneren Frieden der Gesellschaft. Ich hoffe sie sind sich dieser bewusst.

Dienstag, 23. Februar 2010

Unser Hightech Philips Wasserkocher

Nachdem der alte Wasserkocher den Geist aufgegeben hat, war mal wieder ein neuer Kocher fällig. Eigentlich sollte das Hauptkriterium beim Kauf die Reinigbarkeit sein, da wir sehr hartes Wasser haben Der Kocher hat kein Muster! Das sind Spiegelungen von der Tischdecke.(siehe Post “Kampf gegen den Kalk”).
Der neue Wasserkocher von Phillips hat ein paar interessante Eigenschaften:
  • Warmhaltefunktion
    (Kommentar: Stromverschwendung, nur zu Beginn einmal genutzt)
  • Temperaturwahl 40, 60, Tasten80 oder 100°C
    (Kommentar: Stromsparfunktion, da das Wasser, wenn einmal abgekocht war, später nur noch auf Trinktemperatur z.B. 60°C gebracht werden muss…vermutlich ideal für Zubereitung von Babynahrung?)
  • ca. 2 kW Leistung
    (Kommentar: …und somit sehr schnell in der Zubereitung von Kaffee- oder Teewasser)
  • Herausnehmbarer, waschbarer Metallschwamm, als Filter vor dem Ausguss
    (Kommentar: naja, hilft bei unserem Wasser nicht, versperrt jedoch die Reinigung des Kocherbodens… wenn man dicke Hände hat)
Der Wasserkocher sieht ansonsten schick aus, tut seine Funktion aber lässt sich leider nur mittelmässig gut reinigen.
Dank unserem neuen Wasseraufbereiter bleibt er jetzt innen pikobello sauber.

Nachtrag vom 10. Juni 2011:
Nach etwa 400 Liter Wasser, ist der Wasserkocher nun kaputt. Die Abdichtung am Boden versagt. Wasser tröpfelt heraus. Das ist unerhört, nach so kurzer Zeit - ca. 15 Monate. In der Schweiz gibt es auf Geräte nur 1 Jahr Garantie. Also still ärgern und abschreiben.
Dank unserer Wasserentkalkung gibt es im Kocher keine Ablagerungen. Warum die Dichtung versagt hat, bleibt uns ein Rätsel. Gefährlich ist es zudem auch noch, da das Wasser in die Dockingstation läuft und somit das ganze Gerät unter Strom setzen könnte. Der nächste Kocher wird wieder ein Billiggerät.
Links
Link zur Philips-Seite

Sonntag, 21. Februar 2010

Der Kampf gegen den Kalk

Schon seit mehreren Jahren kämpfen wir in unserem Haushalt gegen die Kalkablagerungen, die bei einer Wasserhärte von 26-35° fH (= 260-350 ppm CaCO3) bzw. Härtebereich 3 (= hartes Wasser), nicht ausbleiben. Die Duschbrause, Kacheln, Badewanne, Waschbecken, Wasserhähne, Ventile und Wasserkocher… alles benötigt viel Muskelschmalz oder Chemie, regelmässige Reinigung und zum Teil Austausch.

Die ewige Reinigung des Wasserkochers geht wirklich auf die Nerven. Falls ‘mal nicht durchgeführt, dann gibt es kleine Kalkabplatzungen im Kaffeebecher, brrr…

P2211117Seit Kurzem bereiten wir unser Wasser mit einem Brita-Wasserfilter auf (Bild links)… und haben seitdem Ruhe vor Kalkablagerungen im Wasserkocher; kein einziges Reinigen mehr nötig!

P2211120Der Wasserfilter ist mit einem Sensor bestückt (siehe rechts), der uns die Qualität der Filterpatrone anzeigt. Pro Woche verlieren wir etwa 25% Filterlebensdauer, bei ca. 3-4 Liter pro Tag Wasserdurchsatz. Die Maxtra-Patronen sind nicht ganz billig. Jedoch mit ca. 6-7 EUR pro Monat für den Vorteil eines kalkfreien Wasserkochers ist das nicht zuviel, oder? 

Links
Link zu Brita

Donnerstag, 4. Februar 2010

Die Suche nach dem Rasierpinsel

Warum die Suche nach einem neuen Rasierpinsel? Der alte ist ja noch gut aber in der Kulturtasche immer auf Reisen und zum Umladen zuhause bin ich einfach zu faul. Luxus pur!

Ab in den nächsten Der neue RasierpinselSupermarkt und einen zweiten Rasierpinsel gekauft. Bäh, der hat lange, harte Borsten (Schweineborsten?) und spritzt beim Einseifen.

Der Versuch dem Besatz eine neue Frisur zu geben ist leider gescheitert. Der Rasierpinsel spritzte zwar nicht mehr, war aber inakzeptabel hart geworden, da weiter Richtung Griff die Borsten zwangsweise dichter zusammen stehen.
Denkfehler, Mist!

Weiter geht’s in den nächsten Laden,Nicht mein Pinsel! diesmal in die Beauty-Abteilung eines Kaufhauses… und, wat’n Schiet, wieder so’n Schweineborsten-Teil erwischt. Diesmal aber nicht ganz so schlimm und gerade noch annehmbar. Leider, leider ist das Ding nach wenigen Wochen Benutzung dann auseinandergefallen, so wie das Teil rechts im Bild (nicht von mir).

Der nächste Schuss muss sitzen! Mit dieser Devise bin ich meiner liebsten Ehefrau in eine Parfümerie gefolgt. Schon nach wenigen Sekunden war ich von den vielen Düften so benebelt, dass ich völlig die Orientierung verlor und eine gespachtelte, fixierte und bemalte Verkäuferin nach dem richtigen Regal anlallen musste.

Und…oh Wunder, da war er, der Naturborsten-mit-Dachshaaroptik-Rasierpinsel mit transparentem Acrylgriff, zu einem nicht-übertriebenem Preis. Liebe auf dem ersten Blick – und weich ist er – und schäumt schön – und spritzt nicht.
Uff, Glück gehabt!

Pasteurisierte Grüsse an alle Nassrasierenden. Passt auf bei der Wahl des Rasierpinsels!

Links
Pflegehinweise
Warenkunde Rasiermesser (und Pinsel)