Samstag, 4. September 2010

Zaster und Desaster – René Zeyer

Pasteurisiert mit 5 von 5 Sternen. Die Rache des kleinen Mannes an habgierigen Bankstern.

Ich lach’ mich schlapp. Da kriegen die Bankster endlich ‘mal ihr Fett weg. Was sind das bloss für Typen? Zaster DesasterSitzen die aber nur in Banken? Ich habe ähnliche Charaktere auch schon in der Industrie gefunden… jedoch eigentlich immer in nicht-technischen Abteilungen. An Zeyers Beobachtungen scheint also was ‘dran zu sein.

In kurzen, anekdotenhaften Geschichtchen verfolgt René Zeyer eine Handvoll Private Banker -  also diejenigen, die mit dem Geld der Anleger ‘rumzocken. Die Gedankengänge dieser Banker, deren und ihrer Mitverbrecher Handlungen, sind sehr aufschlussreich. Von makaber, über ironisch , bis satirisch und absurd – ein gewaltiger Spass… oder, kommt doch manchmal auch etwas Mitleid bei mir auf?

Spontan ist mir bei dem Buch aber noch was eingefallen. Heute wird im Berufsleben sehr viel Wert auf Netzwerke gelegt. Da kann das Fachwissen auch schon mal gering sein… die Hauptsache man hat Kontakte. Dort, wo noch richtig gearbeitet wird, ist das sicherlich weniger ausgeprägt. Im Verkauf und in der Beratung sind Netzwerke gefragt – obwohl sich der Kunde in der Regel total genervt fühlt von diesen Leuten. Der Kunde, der die Bauchpinselei mag und gute Kontakte mit solchen Blutsaugern pflegt, der hat entweder zufällig einen kompetenten Berater erwischt oder befindet sich auf ähnlichem Niveau, wie ein Bankster.

Verachtung oder Mitleid? Ich gehe all diesen Typen lieber aus dem Weg.

Das Buch? Sehr empfehlenswert!

Links:
Das Buch bei Orell Füssli
Die 6 Milliarden Stütze zur Rettung der UBS in 2008 bei DRS
Chronologie des Streits der UBS mit den US Steuerbehörden

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