Sonntag, 17. Oktober 2010

Die Päpste – Hans-Christian Huf

Pasteurisiert mit 4 von 5 Sternen. Fürstliche Päpste von 1056 – 1590.

Dieses Buch erzählt die historischen Eskapaden weit üblerer Päpste, als wir sie heute noch kennen. Ja, es ist immer eine Steigerung möglich.

Gregor VII., Bonifaz VIII., Sixtus IV., Alexander VI. Borgia, Julius II. Cäsar, Leo X. Medici, Clemens VII. Medici, Paul III.

51-rCnLAWiL._SS500_Alle waren sie dem Weltlichen sehr zugetan, Luxus, Frauen – oder auch mal Knaben, Fressgelage, Pomp und Verschwendung, Ämterkauf, Vetternwirtschaft und Macht, Macht, Macht. Sie schreckten nicht vor Krieg und Mord zurück. Ihren christlichen Aufgaben sind sie, soweit man diesem Buch entnehmen darf, in keinster Weise nachgekommen. Eigentlich haben sie nur das pervertiert, für das die katholische Kirche auch heute noch steht. Deshalb schämt sich die Kirche auch nicht für sie.

Interessant sind die Überlegungen, warum die katholische Kirche das rechtzeitige Eingreifen gegen die Reformation Luthers verpasste, und warum sie letztendlich ihren Weltmachtanspruch einschränken musste. Dass der Vatikan heute als Autorität und oberster Repräsentant des Christentums respektiert wird, kann ich bei weitem nicht nachvollziehen, denn auch heute noch ist speziell die katholische Kirche eher (Bürger-)Kriegstreiber, Elendschaffer und moralisch unter dem Niveau der Durchschnittsbürger. Das damit zu entschuldigen, dass als Gegenpol zu staatlicher Macht Andersartigkeit notwendig sei, finde ich etwas blass. Und so hintertreibt die Kirche heute alle Bemühungen der Staaten Frieden unter den Menschen zu erreichen (Verdammung von Verhütung, Abtreibung oder Homosexualität, Kreuzzüge gegen den Islam, um nur einige Themen zu nennen).

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Bildquellen Wikipedia, siehe Links oben

Das Gruselkabinett:

Gregor VII. Bonifaz VIII. Sixtus IV. Alexander VI.

       
Julius II. Leo X. Clemens VII. Paul III.

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