Freitag, 15. April 2011

Der Verdacht - Friedrich Dürrenmatt

Pasteurisiert mit 4.5 von 5 Sternen. Ein grausiger Verdacht und ein beinahe tödlicher Alleingang.

Friedrich Dürrenmatt ist mir eigentlich nur mit seinen Theaterstücken (Der Besuch der alten Dame und Die Physiker) bekannt gewesen. Die Verfilmung von "Es geschah am hellichten Tag" (nach Dürrenmatts Roman "Das Versprechen"), u.a. mit Heinz Rühmann und Gert Fröbe, hätte mich schon viel früher auf Dürrenmatt aufmerksam machen müssen - wenn ich denn gewusst hätte, dass er dahintersteckt. Der Roman "Der Richter und sein Henker" steht noch auf meiner Lese/Hörliste.

Der Verdacht, dass ein grausamer Nazidoktor heute in Zürich praktiziert, wird von einem alten Kommissar und seinem Freund, einem Arzt, diskutiert. Dieser Anfang des Hörbuches und die Fragen nach der Moral einer Verdächtigung sind allein schon ein Highlight dieses Buches. Fast im Alleingang versucht der mittlerweile pensionierte Kommissar den psychopathischen Nazidoktor zu überführen. Die Konfrontation mit dem Massenmörder und seinen Helfershelfern, die ihre Taten in keinster Weise bereuen und dem Kommissar abgeklärt ihre kalte Lebenslüge offenbaren, liefern zusammen mit dem Dialog, wie man die Welt rettet, den Showdown des Hörbuches.

Ein starker Anfang, ein schwaches Intermezzo und grosse Worte zum Schluss. Eine berührende Geschichte.

Links:
Das Hörbuch bei Audible und das Buch bei Amazon
Dürrenmatt und "Der Verdacht" bei Wikipedia
Link zum Autorenfoto


Donnerstag, 14. April 2011

Antikes Sammelsurium - Philip Matyszak

Pasteurisiert mit 4.5 von 5 Sternen. Anekdoten, Fakten, Amüsantes aus der antiken Welt der Griechen, Römer und anderen Sandalenträgern.

Ich liebe diese kleinen, handlichen Bücher, die in humorvoller Art Geschichte lebendig werden lassen. Auch Philip Matyszak hat einen Einblick in das tägliche aber nicht immer alltägliche Leben der Sandalenträger skizziert.

Es gibt zwar viele kleine Geschichten und Informationen mit hohem Wiedererkennungswert (das liegt daran, dass ich bereits mehrere Bücher zu diesen Themen verschlungen habe), es sind aber auch echte Leckerbissen dabei.

Besonders lachen musste ich über Philipp V. von Makedonien, der die Stadt Larissa im 2./3. Jh. v.u.Z. unbemerkt erstürmen wollte, dem jedoch ein schwerwiegender Planungsfehler unterlief.
Fantastisch war Quintus Marcius Philippus Überquerung der Berge nach Makedonien 169 v.u.Z. und die clevere Methode zwei Dutzend Elefanten den steilen Berg hinabzubekommen.
Die Antwort von Augustus Tochter Julia auf die Frage, wie sie es schaffe, dass trotz ihrer vielen Affären die Kinder dennoch dem Ehemann ähnlich sähen, wird zu einer Geschichte, die ich wohl öfters zum Besten geben werde (hier zum Spoiler, für jene, die das Buch sowieso nie lesen werden).

Das Sammelsurium ist genau das, was der Titel verspricht. Ideal zum Stöbern oder zum Lesen auf der Reise, am Strand, im Hotel. Portionierbar und nie langweilig.

Links:
Das Buch bei Amazon
Die Bücher von Philip Matyszak (Autorenfoto) auf seiner Homepage
Der englische Wiki-Eintrag


Samstag, 9. April 2011

Der Anwalt - John Grisham

Pasteurisiert mit 3.5 von 5 Sternen. Spionage und Erpressung im Anwaltsmilieu.

Entweder mein Geschmack hat sich geändert oder dieses Buch ist einfach langweilig. John Grisham's Bücher habe ich mir schon reihenweise vorlesen lassen. Auch wenn ich bereits vergessen habe worum es in seinen Büchern ging (so ist das nunmal mit Massenliteratur), verband ich bisher jedoch immer Spannung, verzwickte Geschichten, intelligente Abläufe und konsequente Abschlüsse mit seinem Namen.

Das Hörbuch "Der Anwalt" habe ich vor vielen Wochen begonnen und mehr oder weniger schleppend und lustlos weitergehört, sobald ich mit dem Hund spazieren war.

Eine Inhaltsbeschreibung spare ich mir hier und verweise auf die folgenden Links.

Links:
Das Buch bei Amazon
Das Hörbuch bei Audible
Die Homepage John Grisham's
Der Link zum Autorenfoto
Das Buch und der Autor unter Wikipedia


Atlas der abgelegenen Inseln - Judith Schalansky

Pasteurisiert mit 4.5 von 5 Sternen. Fünfzig kleine, abgelegene Inseln und ihre Anekdoten. Ein Gute-Nacht-Geschichten Buch.

Judith Schalansky's unkonventioneller Atlas erhielt den Designpreis 2011und wurde damit zum "Schönsten deutschen Buch 2009" deklariert. Der Mare-Verlag produziert eine Reihe von Büchern ähnlicher Qualität. Das schöne Buch "Tiefsee" wartet bereits im Bücherregal auf mich. Der Atlas von Judith macht ebenso wie das Buch "Tiefsee" alleine schon deshalb neugierig, weil Schrift und Grafik, sowie der Einband und die Qualität von Deckel und Papier einfach das Gefühl geben, etwas Besonderes in der Hand zu haben (nein, ich stehe nicht auf der Gehaltsliste von Mare).

Judith erzählt Anekdoten; kleine Geschichten zu entlegenen Inseln, die meist unbewohnt irgendwo weit ab von den Hauptschiffahrtswegen in den grossen Meeren dieser Erde liegen. Beschrieben sind tropische Paradiese und eisige oder felsige Festungen. Und es gibt Menschen, die mit diesen Auswüchsen aus den Meeren etwas erlebt haben. Entdecker, Schiffbrüchige, Inselbewohner, Militärs, kranke und gesunde Menschen.

Jede Doppelseite ist nach dem gleichen Muster aufgebaut; links oben Name, Grösse, Einwohnerzahl (falls überhaupt Einwohner existieren), Entfernungen zu anderen Inseln, Zeitstrahl mit den Meilensteinen der jeweiligen Insel. Der Rest der linken Doppelseite ist gefüllt mit einer lebendig beschriebenen Anekdote. Nur um das Fernweh noch zu steigern, füllt eine Karte der Insel die gesamte rechte Seite.

Fünfzig Inseln sind eigentlich zu wenig. Ich hätte gut noch mehr vertragen können. Durch die abgeschlossenen Geschichtchen, die jeweils nur eine Seite umfassen, gewinnt das Buch einen Gute-Nacht-Geschichten Charakter. Und so habe ich das Buch auch auf dem Nachttisch immer griffbereit gehabt. Den Kindern habe ich abends immer nur eine Geschichte aus ihrem Märchenbuch vorgelesen. Ich selbst habe mir beim o.g. Atlas den Luxus erlaubt auch mal zwei, drei oder fünf Geschichten zu lesen.

Sicherlich ist der Atlas der abgelegenen Inseln nicht das wertvollste oder bemerkenswerteste Buch meiner Sammlung, jedoch ist es das, welches eine Sympathie zum Buch erzeugt, die ich sonst nur aus Kindertagen kenne.

Links:
Zur Homepage des Buches
Das Buch bei Amazon
Der Wikipedia-Link über dieses Buch
Link zum obigen Bild der Autorin


Sonntag, 3. April 2011

Das MacBook Pro einrichten für den täglichen Gebrauch

So, mein Mac ist nach nunmehr 3 Wochen arbeitsbereit eingerichtet, so dass alle täglichen Aktivitäten im Handumdrehen geschafft werden können. Dabei habe ich verschiedene Anwendungen getestet, einige für mich verworfen, andere möchte ich nicht mehr missen.

Tagebuch: Das Tagebuch meines Macs (Chronories; Bild links) zeichnet im Hintergrund meine Aktivitäten auf (Programmnutzung, besuchte Internetseiten, tägliche Nutzungsdauer, E-Mail Kontakte), erlaubt mir meine besuchten Orte und die Themen, die mich derzeit beschäftigen mit Tags zu bezeichnen. Daraus werden dann schöne Diagramme und Tag-Wolken erzeugt, die mir eine schnelle Übersicht geben. Mit Fotos aus dem täglich Erlebten und einem Tagebuchtexteintrag kann ich nahezu ein vollständiges Protokoll des Tages anlegen. Hierbei werden annähernd 75% der Einträge automatisch im Hintergrund generiert.

Screenshot: Auf der Suche nach einem Werkzeug, um Bildschirmausschnitte zu speichern habe ich viele Softwarevarianten ausprobiert. Dazu gehörten die Demoversion des teuren Snagit (ca. 50 USD) und SnapNDrag (kostenlos). Evernote (kostenlos; Shot durch Drücken von alt-cmd-c) hat dabei gut abgeschnitten, ist jedoch von Jing (kostenlos; Shot durch Klicken auf Sonnen-Symbol in Bildschirmecke rechts-oben; siehe Bild rechts) eindeutig überholt worden, weil dieses sich einfacher bedienen lässt, auch Filmsequenzen aufzeichnet (gut, wenn man Bedienern etwas erläutern will) und zudem eine Schnittstelle zu Screencast beinhaltet.

Clipboard: Ich arbeite gerne mit einem erweiterten Clipboard. Zum Beispiel sammle ich Schnipsel (Text, Bilder, Screenshots, Links), die ich dann in einem Dokument oder Post zusammenführe. Dabei möchte ich nicht pausenlos zwischen Programmen wechseln, sondern den Schnipsel erst beim Schreiben einfügen, wenn ich auch weiss, wo er hin soll. Bei meiner Suche nach entsprechenden Apps, bin ich auf Clipboard History (kostenlos) gestossen. Diese App erfüllte schon fast meine Wünsche, wenn ich nicht auch noch Savvy Clipboard (12 USD; Bild links) gefunden hätte. Einer der Vorzüge von Savvy ist, dass Passwörter maskiert werden können, wenn sie denn mal im Clipboard landen. Ferner können Clips gesperrt werden, so dass man den Verlauf löschen kann ohne gesperrte Clips zu verlieren. Per drag-n-drop können Clips in ein Dokument gezogen werden. Sehr praktisch alles.

Blog: Obwohl alle Blog Plattformen irgendeine Online-Möglichkeit bieten, um Posts zu schreiben, mag ich dies lieber in einer eigenen Applikation tun. So habe ich dann die empfohlene App MarsEdit als Demoversion getestet und wegen des Preises (ca. 40 USD) ganz schnell wieder verworfen. Das MacJournal (ca. 40 USD) habe ich nicht auf Anhieb begriffen... solche Programme verschwinden bei mir sofort vom Rechner. Eine App muss intuitiv bedienbar sein!
Dafür hat mir Blogo (25 USD; Bild links) sofort gefallen, obwohl der Preis eigentlich die Schmerzgrenze überschritten hatte.

Windows bietet mit Live Writer eine kostenlose Top-Software an, die im Preis/Leistungsverhältnis bisher von keiner von mir getesteten Mac-App übertroffen wird.

Für meinen Microblog bei Tumblr verwende ich dann die einfache myTumblr-App (Bild rechts), mit der ich zufrieden bin. Sie tut eigentlich nur das gleiche, wie das Online-Interface, aber wie gesagt, ich arbeite lieber mit einer App, bevor ich den Sendeknopf drücke.

Weitere Themen, mit denen ich mich beschäftigt habe sind Taggen von Dateien, Synchronisation von Notizen über verschiedene Plattformen, GarageBand per Mac oder iPad, Taggen von Musik, Erstellen von Hörbüchern, Konvertieren von E-Büchern, Sichern und Verwalten von Passwörtern, Ordnung schaffen auf dem Bildschirm, Verwaltung des Familienstammbaumes mit allen Referenzdokumenten, Remoteunterstützung für den Windowsrechner meiner Eltern u.v.a.

Fortsetzung folgt also....